VPS für Docker auswählen, ohne Containerdaten zu verlieren
Docker macht Deployments reproduzierbar, ersetzt aber keine Planung für Arbeitsspeicher, persistente Daten, Backups und Host-Sicherheit.

Welche Virtualisierung eignet sich?
KVM ist der sichere Standard: eigener Kernel, Namespaces, cgroups, Firewall und Storage-Treiber funktionieren erwartbar. Containerbasierte VPS können Kernel-Funktionen begrenzen. Deshalb Docker-Unterstützung ausdrücklich beim Anbieter prüfen.
Ressourcen für Container
| Szenario | Ausgangspunkt | Engpass |
|---|---|---|
| Kleine API + Proxy | 1–2 vCPU, 2 GB RAM | App-Speicher und Logs |
| App + PostgreSQL + Redis | 2 vCPU, 4 GB RAM, 40+ GB NVMe | RAM und Latenz |
| Mehrere Webprojekte | 2–4 vCPU, 4–8 GB RAM | Isolation und Spitzen |
| CI/Image-Builds | 4+ vCPU, 8+ GB RAM | CPU und temporärer Speicher |
Jeder Dienst braucht CPU- und Speicherlimits. Reserven sind auch für Betriebssystem, Docker-Daemon und parallele alte/neue Container beim Update nötig.
Warum Docker den Datenträger füllt
- Veränderliche Daten in Volumes oder Bind Mounts speichern.
- stdout/stderr-Logs begrenzen und rotieren.
- Neben Gigabytes auch freie Inodes überwachen.
- Platz für alte und neue Images einplanen.
- Medien, Artefakte und Backups extern speichern.
NVMe lohnt sich für Datenbanken, Registries und viele kleine Dateien. Bei zustandslosen APIs können Kapazität und stabile Latenz wichtiger sein.
Sauberes Deployment
Nur der Reverse Proxy sollte Ports 80/443 veröffentlichen. Anwendungen und Datenbanken bleiben in privaten Netzen. Image-Versionen werden fixiert, Compose-Dateien versioniert und Secrets zur Laufzeit eingebunden. Healthchecks müssen echte Bereitschaft prüfen.
Vor Updates ein kompatibles Datenbank-Backup erstellen, neue Version bereitstellen, Smoke-Tests ausführen und einen getesteten Rückweg behalten. Schemaänderungen brauchen besondere Vorsicht.
Volumes und Datenbanken sichern
Ein live kopiertes Datenbankverzeichnis ist kein zuverlässiges Backup. Native Dump- oder Physical-Backup-Werkzeuge verwenden, Exitcodes prüfen und Ergebnisse vom VPS übertragen. Erforderliche Volumes und Deployment-Konfiguration gehören ebenfalls in die Sicherung.
Häufige Fragen
Reicht 1 GB RAM?
Nur für einen sehr kleinen Dienst; für einen produktiven Web-Stack sind 2 GB meist der praktische Einstieg.
Braucht jeder Container eine öffentliche IPv4?
Nein. Eine Adresse und ein Reverse Proxy bedienen mehrere Domains.
Kubernetes auf einem VPS?
Docker Compose ist meist einfacher. Kubernetes lohnt sich bei mehreren Knoten und passender Betriebserfahrung.
Kann PostgreSQL in Docker laufen?
Ja, mit persistentem Volume, fixer Version, Limits und getesteten Backups.
Passend dazu: zuverlässige VPS-Backups.
